REHA-Fahrräder

Wer nach einem Unfall oder durch eine Krankheit früher vorhandene Beweglichkeit eingebüßt hat, meint oft, auf so etwas Schönes wie Radfahren verzichten zu müssen. Wenn Kraft, Schnelligkeit oder Reaktion eingeschränkt sind, wird das Balancieren zum gefährlichen Spiel. Sturz-, also Verletzungsrisiko versus sportliche Körperübung, das gilt es abzuwägen.

Wie also Sicherheit beim Auf- und Absteigen sowie bei langsamer Fahrt herstellen? Klar, mit 3 Rädern geht's, das weiss ja jedes Kleinkind. Aber ein solches hohes Sattel-Dreirad hat seine Tücken für Erwachsene. Die hohe Schwerpunktlage im Verhältnis zur Breite der Hinterradspur verschafft nur trügerisch geringe Stabilität, in Kurven heisst es, sehr langsam zu fahren. Bei schräger Fahrbahn muss das Kippen des Fahrgestells im Rumpf durch Gegenbewegung ausgeglichen werden. Festes treten am Berg bringt starke Unruhe ins Fahrwerk.

Viel besser ist es, sich auf einem breiten Sitz mit Rückenlehne niederzulassen. Der Oberkörper muss nicht abgestützt werden, sondern ruht entspannt, leicht zurückgelehnt. Ohne Gewichtsdruck können die Arme den Lenker locker halten, Schaltung und Bremsen bedienen. Getreten wird nach vorn, mit ganzer Kraft gegen die Lehne sich abstützend. So fährt man Dreirad heute!